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Workshop "Interkulturalität"

Am 10.03.2021 fanden Abiturient*innen der Agnes von Hohenstaufen Schule (AvH) und Studierende des Masterstudiengangs Interkulturalität und Integration zu einem virtuellen, interkulturellen Workshop zusammen. Der von den Masterstudierenden konzipierte Workshop ist Teil des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Begegnungsprojekts „Als ich 17 war“. Im Rahmen des Projekts werden Senior*innen mit internationaler Migrationserfahrung und Schüler*innen der AvH zusammengebracht, um sich über Erfahrungen in ihrer Jugend auszutauschen. Das Projekt wird durch Studierende des Masterstudiengangs Germanistik und Interkulturalität/Multilingualität sowie des Masterstudiengangs Interkulturalität und Integration wissenschaftlich begleitet.


Ziel der Auftaktveranstaltung des Projekts war es, die Abiturient*innen für interkulturelle Situationen zu sensibilisieren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten die Schüler*innen in einem virtuell durchgeführten Brainstorming ihre Assoziationen zum Thema „Kultur“ mit den Studierenden teilen. Mit den von den Abiturient*innen genannten Begriffen wurde schnell die Vieldeutigkeit von „Kultur“ und das Vorwissen der Schüler*innen deutlich. Schlagwörter wie „Traditionen und Rituale“, „Migration“ und „Begegnungen“ wurden dabei von den Schüler*innen erläutert und von den Studierenden in den Gesamtkontext des Workshops eingeordnet. Anschließend führten die Masterstudierenden in die theoretischen Grundlagen von „Kultur“ ein und widmeten sich dem Thema „Interkulturalität“. Im Zuge dessen tauschten sich die Abiturient*innen mit den Referierenden über ihre bisherigen interkulturellen Erfahrungen aus. Dabei wurde von den Schüler*innen besonders die Notwendigkeit der Toleranz in interkulturellen Begegnungen hervorgehoben. Darauf aufbauend führten die Studierenden in das Thema Alltagsrassismus, Stereotype und Vorurteile ein und erörterten zusammen mit den Abiturient*innen eigene Diskriminierungserfahrungen. Abschließend betonten die Referierenden den Stellenwert von interkulturellen Kompetenzen für gelingende interkulturelle Kommunikation und diskutierten die Bedeutung von Kommunikationsstörungen. Der Workshop endete mit einem virtuellen Quiz, bei dem die Abiturient*innen ihr erworbenes Wissen spielerisch unter Beweis stellen konnten.


Die engagierte Mitarbeit der Schüler*innen und die spannend aufbereiteten Beiträge der Studierenden machte den Workshop zu einem vollen Erfolg. Die Abiturient*innen zeigten sich mit dem Workshop höchst zufrieden und auch die Masterstudierenden freuten sich über ihre gelungenen Beiträge. Das erlangte Wissen gilt es nun in den kommenden Begegnungen mit den Senior*innen anzuwenden. Aber auch außerhalb des Projektkontexts werden den Teilnehmenden die Workshopinhalte sicherlich zu Gute kommen.


Im Rahmen des Projekts sind zwei weitere Workshops zu Interviewführung und zu Medienarbeit vorgesehen. Im Mai und Juni finden dann die Gespräche mit den Senior*innen statt. Wir freuen uns schon jetzt auf die weitere produktive Zusammenarbeit.



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